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Die biblischen Lesungen legen uns Aufrichtigkeit nahe, speziell die Übereinstimmung zwischen dem religiösen und dem sozialen Verhalten. Gewöhnung und Egoismus führen zu falschen Kriterien.
Kyrie
Christus, Du bist Gottes Weisheit und Kraft. Herr, erbarme dich. Du hast in Familie und Vaterstadt gewohnt. Christus, erbarme dich. Du schenkst die Gnade des Glaubens. Herr, erbarme dich.
Tagesgebet
Herr, unser Gott, wir haben uns im Namen deines Sohnes versammelt und rufen zu dir: Erhöre die Bitten deines Volkes, mach uns hellhörig für unseren Auftrag in dieser Zeit und gib uns die Kraft, ihn zu erfüllen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herr und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. (MB 292)
1. Lesung
Jer 26,1-9 Die Tempelrede Im Anfang der Regierung Jojakims, des Sohnes Joschijas, des Königs von Juda, erging vom Herrn dieses Wort: So spricht der Herr: Stell dich in den Vorhof des Hauses des Herrn und sag zu den Leuten, die aus allen Städten Judas kommen, um im Haus des Herrn anzubeten, alles, was ich dir ihnen zu verkünden aufgetragen habe; kein Wort sollst du weglassen. Vielleicht hören sie und kehren um, jeder von seinem bösen Weg, sodass mich das Unheil reut, das ich ihnen wegen ihrer schlechten Taten zugedacht habe. Sag also zu ihnen: So spricht der Herr: Wenn ihr nicht auf mein Wort hört und meiner Weisung nicht folgt, die ich euch gegeben habe, wenn ihr nicht auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, hört, die ich immer wieder zu euch sende, obwohl ihr nicht hört, dann verfahre ich mit diesem Haus wie mit Schilo und mache diese Stadt zu einem Fluch bei allen Völkern der Erde. Die Priester, die Propheten und das ganze Volk hörten, wie Jeremia diese Worte vor dem Haus des Herrn vortrug. Als Jeremia alles gesagt hatte, was er im Auftrag des Herrn vor dem ganzen Volk zu verkünden hatte, ergriffen ihn die Priester, die Propheten und alles Volk und schrien: Jetzt musst du sterben. Warum weissagst du im Namen des Herrn: Wie Schilo wird es diesem Haus gehen und diese Stadt wird verwüstet und entvölkert werden? Das ganze Volk rottete sich beim Haus des Herrn um Jeremia zusammen. Kriterien für den wahren Gottesdienst Die jüdischen Propheten protestierten heftig, wenn zwar die äusseren und formalen Dimensionen des Gottesdienstes grossartig gepflegt wurden, aber nur um ein Alibi zu haben; denn das Volk lief gleichzeitig fremden Göttern nach, und soziale Ungerechtigkeiten der Oberschicht waren an der Tagesordnung. In der Tempelrede (die hier zusammengefasst ist) hat Jeremia erklärt, wenn sich Israel nicht bekehre, werde seinem Tempel das gleiche Schicksal bevorstehen, wie dem Heiligtum zu Schilo, das zu einer Ruine verfallen war. Nun wird Jeremia mit dem Tod bedroht.
Antwortpsalm
Psalm 69,8-10.13.14 R: Erhöre mich, Herrr, in deiner grossen Huld, hilf mir in deiner Treue. Zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf sind die, die mich grundlos hassen. Zahlreich sind meine Verderber, meine verlogenen Feinde. Was ich nicht geraubt habe, soll ich erstatten. Denn deinetwegen erleide ich Schmach und Schande bedeckt mein Gesicht. Entfremdet bin ich den eigenen Brüdern, den Söhnen meiner Mutter wurde ich fremd. Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt; die Schmähungen derer, die dich schmähen, haben mich getroffen. Man redet über mich in der Versammlung am Tor, von mir singen die Zecher beim Wein. Ich aber bete zu dir, Herr, zur Zeit der Gnade. Erhöre mich in deiner grossen Huld, Gott, hilf mir in deiner Treue!
Ruf vor dem Evangelium
Halleluja. Halleluja. Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit, das Evangelium, das euch verkündet wird.(vgl. 1 Petr 1,25) Halleluja.
Evangelium
Mt 13,54-58 Ablehnung Jesu in seiner Heimatstadt Jesus kam in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge. Da staunten alle und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun? Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heisst nicht seine Mutter Maria und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder? Leben nicht alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles? Und sie nahmen Anstoss an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie. Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder. Jesus in seiner Vaterstadt Die Rückkehr Jesu in seine Heimatstadt hätte Anlass für ein Dorffest zu seiner Ehre werden können. Nazaret hätte seine neue Identität feiern können. Aber da herrschen nachbarliche Kleinlichkeit und Unglaube. Jesus wird in die üblichen Kategorien der Gesellschaft eingereiht und abgelehnt. Wie die Pharisäer erwartet auch das einfache Volk eine andere Art von Messias, als diesen im Dorf gut bekanntem Einheimischen.
Fürbitten
Herr Jesus Christus, Du bist in deinem Heimatort abgelehnt worden: - Wecke und erneuere den christlichen Glauben in unserer Heimat. - Vertiefe in den christlichen Familien die gegenseitige Liebe und Hilfsbereitschaft. - Zeige den Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft Wege, die Familien zu stützen. - Lass in unserem Gottesdiensten Herz und Lippen übereinstimmen. Herr Jesus Christus, du hast über die irdische Heimat geweint. Erneuere den Glauben deines Volkes, denn du bist unser Bruder und Herr. Dir sei die Ehre in Ewigkeit. CH-HG (alt) I
Schlussgebet
Gütiger Gott, dem Auftrag deines Sohnes getreu, haben wir das Opfer gefeiert und das heilige Sakrament empfangen. Es heile uns von unsern Sünden und schenke uns Wachstum in deiner Gnade. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
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