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31. Juli – Hl. Ignatius von Loyola

Ignatius von Loyola kam während der Rekonvaleszenz von einer Verwundung, die er sich in einer Schlacht zugezogen hatte, zu einem Umdenken. Nach einer Zurückgezogenheit in Montserrat und Manresa, entschloss er sich zur Gründung des Ordens der "Gesellschaft Jesu", um die schwer angeschlagene Kirche zu reformieren. Er sammelte in Paris Gefährten um sich. Später leitete er den Orden von Rom aus. + 1556.

Gut und böse existieren unter den Menschen nebeneinander, nicht in Reinkultur, nicht säuberlich geschieden. - Der Prophet Jeremia beschönigt nichts, wenn das Bundesvolk versagt hat, geht ihm aber voran und wendet sich voll Vertrauen an Gott. - Während das Gleichnis von Unkraut und Weizen und vom geduldigen Wachsenlassen vor allem Fanatismus warnt, fügt Mattäus Worte über eine Scheidung von gut und bös am Ende der Zeit hinzu. Nicht alles ist mit Christus vereinbar.

Kyrie

Christus, du weisst was gut und böse ist im Herz der Menschen. Herr, erbarme dich.
Du lässt uns Zeit zur Umkehr und stärkst uns dafür. Christus, erbarme dich.
Dir, unserem Erlöser, hat der Vater das Gericht übergeben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast den heiligen Ignatius von Loyola berufen, in der Nachfolge Christi zur grösseren Ehre deines Namens zu wirken. Lass uns nach seinem Beispiel und mit seiner Hilfe auf Erden den guten Kampf bestehen, damit wir auch im Himmel den Siegeskranz empfangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jer 14,17b-22
Prophetenwort und Klagelied
Meine Augen fliessen über von Tränen bei Tag und bei Nacht und finden keine Ruhe. Denn grosses Verderben brach herein über die Jungfrau, die Tochter, mein Volk, eine unheilbare Wunde.

Gehe ich aufs Feld hinaus - seht, vom Schwert Durchbohrte! Komme ich in die Stadt - seht, vom Hunger Gequälte! Ja, auch Propheten und Priester werden verschleppt in ein Land, das sie nicht kennen.

Hast du denn Juda ganz verworfen, wurde dir Zion zum Abscheu? Warum hast du uns so geschlagen, dass es für uns keine Heilung mehr gibt? Wir hofften auf Heil, doch kommt nichts Gutes, auf die Zeit der Heilung, doch ach, nur Schrecken!

Wir erkennen, Herr, unser Unrecht, die Schuld unsrer Väter: Ja, wir haben gegen dich gesündigt. Um deines Namens willen verschmäh nicht, verstoss nicht den Thron deiner Herrlichkeit! Gedenke deines Bundes mit uns und löse ihn nicht!

Gibt es etwa Regenspender unter den Götzen der Völker? Oder ist es der Himmel, der von selbst regnen lässt? Bist nicht du es, Herr, unser Gott? Wir setzen unsre Hoffnung auf dich; denn du hast dies alles gemacht.

Die Not und das Gebet
Während einer Dürrekatastrophe traten falsche Propheten auf, die das Volk einlullten; denn es könne nicht zum Schlimmsten kommen. Jeremia widerspricht; auch ein Bussgottesdienst werde das Unheil nicht aufhalten. Dann folgt ein (vom Propheten vorgetragenes) Gebet des Volkes: die Klage über das Elend, das Bekenntnis der Schuld; die Bitte um Hilfe. Der Prophet, der nichts beschönigt, bewahrt das Vertrauen in Gottes Bundestreue. Gott ist grösser als der schwache und unzuverlässige Mensch. Das Gebet des Jeremias rührt Gottes Liebe.

Antwortpsalm

Psalm 79,8-9.11.13

R: Hilf uns, du Gott unseres Heils, und vergib uns.

Wie lange noch, Herr? Willst du auf ewig zürnen?
Wie lange noch wird dein Eifer lodern wie Feuer?
Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an!
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen!
Denn wir sind sehr erniedrigt.

Um der Ehre deines Namens willen
hilf uns, du Gott unsres Heils!
Um deines Namens willen reiss uns heraus
und vergib uns die Sünden!

Das Stöhnen der Gefangenen dringe zu dir.
Befrei die Todgeweihten durch die Kraft deines Armes!
Wir aber, dein Volk, die Schafe deiner Weide,
wollen dir ewig danken,
deinen Ruhm verkünden von Geschlecht zu Geschlecht.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Samen ist das Wort Gottes, der Sämann ist Christus. Wer Christus findet, der bleibt in Ewigkeit. Halleluja.

Evangelium

Mt 13,36-43
Zur Deutung der Gleichnisse
In jener Zeit verliess Jesus die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.

Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel.

Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.

Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten.

Wer Ohren hat, der höre!

Erklärungen zum Gleichnis vom Unkraut
Mattäus mahnt mit prophetisch starken Bildern zur Umkehr, weil es eine Scheidung zwischen gut und böse geben wird. Alles wird sich an Jesus Christus scheiden. Was nicht mit ihm vereinbar ist, wird ausgesondert werden. Dass die starken Bilder nicht buchstäblich zu verstehen sind, zeigt sich z. B. darin, dass das "Feuer" der Hölle kalt ist und deshalb zum Zähneklappern führt.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, unser Erlöser und Richter. Wir bitten dich:

- Für dein ganzes Volk: Rette uns um deiner Treue willen.
- Für alle, die dein Wort verkünden: Gib ihnen die rechten Worte, wenn sie warnen müssen.
- Für die armen Völker: Hilf ihnen zu unterscheiden und zu erkennen, was wahrer Fortschritt ist.
- Für uns selber: Lass uns in allen Vorkommnissen gut und böse zu unterscheiden.

Gütiger Gott, du hörst alle, die zu dir rufen. Zeige dich als Vater und gib uns, was uns zum Heil dient. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch ihn, Christus, unsern Herrn. HG II

Schlussgebet

Herr, unser Gott, wir haben das Opfer des Lobes dargebracht und danken dir, dass du deiner Kirche den heiligen Ignatius geschenkt hast. Das heilige Sakrament stärke uns, damit wir alles zu deiner grösseren Ehre tun und zum ewigen leben in deiner Herrlichkeit gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.