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In der ersten Lesung wird die Sicht auf einen neuen Tempel und entsprechende Opfer eröffnet, die das neue Gottesvolk in Christus verwirklicht. Im Evangelium öffnet Jesus die Augen des Bartimäus. Wie neu geschaffen, vermag er Jesus zu folgen.
Kyrie
Christus, Sohn Davids, du rufst uns in dein wunderbares Licht. Herr, erbarme dich. Der Glaube eines Blinden hat dich bewegt. Christus, erbarme dich. Du erwählst die Glaubenden zu einer königlichen Priesterschaft. Herr, erbarme dich.
Tagesgebet
Gütiger Gott, wir gehen durch eine Welt voll Zwielicht und Schatten. Lass dein Licht in unseren Herzen aufstrahlen und führe uns durch das Dunkel dieses Lebens in deine unvergängliche Klarheit. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Lesung
1 Petr 2,2-5.9-12 Das Leben in Christus Verlangt, gleichsam als neugeborene Kinder, nach der unverfälschten, geistigen Milch, damit ihr durch sie heranwachst und das Heil erlangt. Denn ihr habt erfahren, wie gütig der Herr ist. Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist. Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die grossen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. Einst wart ihr nicht sein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; einst gab es für euch kein Erbarmen, jetzt aber habt ihr Erbarmen gefunden. Liebe Brüder, da ihr Fremde und Gäste seid in dieser Welt, ermahne ich euch: Gebt den irdischen Begierden nicht nach, die gegen die Seele kämpfen. Führt unter den Heiden ein rechtschaffenes Leben, damit sie, die euch jetzt als Übeltäter verleumden, durch eure guten Taten zur Einsicht kommen und Gott preisen am Tag der Heimsuchung. Priesterliche Verantwortung Der Verfasser spricht zu bekehrten Juden in der Diaspora. Sie konnten sich immer noch nach dem Tempel und seinem Opferdienst in Jerusalem sehnen. Der Verfasser weist sie hin auf die neue Sicht, die ihnen bei der Wiedergeburt der Taufe durch die logoshaltige (logikon) "Milch" des Glaubenswortes vermittelt wurde. Die Glaubenden sind nun zusammen mit dem auferstandenen Christus, dem Eckstein (Jes 28,16 u. Ps 118,22), die lebendigen Steine des neuen, geistigen Tempels. So ist die Christengemeinde das neue, priesterliche Gottesvolk. Durch Christus bringt es "geistige Opfer" dar, besonders die Verkündigung von Gottes Heilswirken und das Zeugnis eines rechtschaffenen Lebens.
Antwortpsalm
Psalm 100,2-5 R: Kommt vor sein Antlitz mit Jubel! Dient dem Herrn mit Freude! Kommt vor sein Antlitz mit Jubel! Erkennt: Der Herr allein ist Gott. Er hat uns geschaffen; wir sind sein Eigentum, sein Volk und die herde seiner Weide. Trete mit Dank durch seine Tore ein! Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels! Dankt ihm, preist seinen Namen! Denn der Herr ist gütig, ewig währt seine Huld, von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.
Ruf vor dem Evangelium
Halleluja. Halleluja. Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, hat das Licht des Lebens. (vgl. Joh 8,12) Halleluja.
Evangelium
Mk 10,46-52 Die Heilung eines Blinden bei Jericho Jesus und seine Jünger kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer grossen Menschenmenge Jericho wieder verliess, sass an der Strasse ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg. Initiation in den Glauben Die Erzählung von der Heilung des blinden Bettlers schildert die Stufen der Einführung in den Glauben. Am Anfang steht eine stumme Sehnsucht und Ahnung. Nicht ohne Auseinandersetzung mit der Umwelt kommt es zur Annahme des einladenden Rufes Christi, dies ebenfalls mit der Hilfe von andern. Eigene Sicherheiten (der "Mantel"!) werden abgeworfen. Es folgt das Aufstehen (die Auferstehung in der Taufe!), das Weggeben und das Mitgehen mit Christus, dem geliebten Meister ("Rabbuni"). - Taufbekehrung und Taufglauben werden von den Christen "Erleuchtung" genannt. Sie sind zeitlebens zu erneuern.
Fürbitten
Herr Jesus Christus, Du hast dich eines blinden Bettlers erbarmt: Wir bitten dich: - Öffne unsere Augen für die Wunder der Schöpfung Gottes. - Wecke in allen Kindern Gottes die Sehnsucht nach dem Licht der Frohbotschaft. - Sei allen nahe, die unter körperlichen oder seelischen Behinderungen leiden. - Hilf uns selber, unser Leben als Opfer zum Lobe Gottes darzubringen. Himmlischer Vater, erneuere in uns die Gnade der Gotteskindschaft, und lass uns dich preisen im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn. HG III, Präf 398
Schlussgebet
Barmherziger Gott, du hast uns in diesem Mahl die Gabe des Heils geschenkt. Dein Sakrament gebe uns Kraft in dieser Zeit und in der kommenden Welt das ewige Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
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